Ute allein zuhause – wirklich?

Seit vier Wochen bin ich allein – Rolf tourt durch Deutschland, die Hühner sind weggeben und Morty wohnt seit drei Wochen bei einer befreundeten Katzenliebhaberin. Die Tiere sind weg, weil wir spontan und hoffentlich bald auch für länger auf Caravan-Tour sein werden. Während die Tiere wegbleiben, erwarte ich Rolf schon in acht Tagen zurück.

Aber gestern hatte ich Besuch im Garten. Ein TAWNY FROGMOUTH = gelbraunes Froschmaul (Podargus strigoides) hatte sich zur Tagesrast in einem der Bananenbäume eingerichtet. Zunächst schielte er mich aus fast geschlossenen Lidern an und verfolgte mich aus den Augenwinkeln.

Eule-2

Ich lief zum Haus und holte die Kamera, suchte nach dem besten Aufnahmewinkel und da wurde es der Schlafmütze zu bunt. Er öffnete die Augen und starrte mich nun recht vorwurfsvoll an. Schuldbewusst machte ich mich aus dem Staub…

Euule-1

Und vorhin musste ich mir ein paar Salatblätter für mein Abendbrot aus dem Gemüsegarten pflücken und dabei hab’ natürlich nachgesehen, ob mein Eulenfreund wieder in den Bananen sitzt. Ja, er war da, diesmal schon etwas wacher, denn seine Augen waren ganz offen. Klick, ein paar Fotos – sogar mit Blitz – nichts brachte ihn aus der Ruhe. Wie man sagt, meint der Vogel dank seines camouflage-farbigen Gefieders für Feinde unsichtbar zu sein. Recht so, und zum Glück für mich.

Inzwischen fing es ziemlich stark zu regnen an, aber unter den grossen Bananenblättern dürfte der Tawny Frogmouth trocken sitzen.

Dass ich – zumindest im Garten – nie ganz allein bin, zeigen diese bunten Papageien – Rainbow Lorikeets -, die seit ein paar Wochen täglich an den Mandarinen kabbern, sich unterhalten, ihre Jungen füttern und sich durch nichts davon abhalten lassen.
1-P1140393

1-P1140401

1-P1140409

Schreibe einen Kommentar